Wenn eine Hand mit einem Akkord begleitet, müssen die Töne der Melodie an der Marimba auf die zwei Schlägel der anderen Hand verteilt werden, wobei Paradiddle-Figuren fast unvermeidlich sind. Hier sind zwei weitere MARIMBA-Übungen u.a. mit „Radiddlepa“ und zusätzlichen Optionstönen als Durchgang. Die Figuren der Dreiklänge sollen mit einem verschobenen „Paradiddle“ (= Radiddlepa) und zur Verfeinerung der Anschlagkultur auch hierbei wieder alle Offbeats (= Zählzeit +) betont ausgeführt werden.
Melodisch farbiger wird es ja erst dann, wenn sich zu den Dreiklängen weitere Optionstöne dazu gesellen. Auf Seite 25 kommen Sekunde (= None) und große Sexte hinzu. Auf Seite 26 sind es Quarte, Sekunde, Sexte (Dur) und Septime (Moll) als Durchgangstöne.
Zur Seite mit allen „Marimba-Übungen“ (PDF) und weiteren Infos.
Auf Seite 26 finden sich zwei Triolen, welche von den Schlägeln der ausführenden Hand am Besten abwechselnd zu spielen sind. Sehr spannend dabei ist, diese unterschiedlich zu gewichten: 1) jedes dritte Triolenachtel betonen (= Offbeat: 3 + di 4 + di), die Akzentuierung nur mit einem Schlägel ausführen, also entweder 2) R.H 111 und L.H. 444 oder 3) R.H. 222 und L.H. 333. Den Takt und somit auch bei jeder Triole die erste Note zu betonen, ist (generell und insbesondere bei dieser Figur) ebenfalls eine gute Variante.
Weil bei der Begleitung der Akkordhand zwei Töne zugleich angeschlagen werden, sollte diese im Gegensatz zur Rotationsbewegung des Unterarms bei der melodischen Hand (und um die Unabhängigkeit weiter zu fördern) mittels Handgelenk ausgeführt werden. Die Akkordhand spielt Up- und Downstroke aus dem Handgelenk. Die Melodiehand spielt Up- und Downstroke mit einer Rotationsbewegung des Unterarms, wobei nur der Schlägel für die Betonung in die Höhe geht.
» Unabhängigkeit (2)
Hier habe ich die zweite Unabhängigkeitsübung – durch den „Quintenzirkel“ gespielt ist das tatsächlich eine meiner favorisierten Aufwärmübungen – nochmal angefügt, wobei nur die Dreiklangstöne (in Dur und Moll) mit „Radiddlepa“ ausgeführt werden.
Auch diese spiele ich am liebsten mit einem Akzent auf dem Offbeat (= Zählzeit +) im Shuffle-Rhythmus, was sehr gut als Aufwärmübung funktioniert und wegen dieser Phrasierung, die man eigentlich nur mit „Upstroke“ und „Downstroke“ (durch eine Rotationsbewegung des Unterarms ausgeführt) hinbekommt, tatsächlich eine echte Killerübung (Quintenzirkel!) ist!
Siehe hierzu auch den BLOG-Artikel: „Marimba · Dreiklang-Übungen (1/2)“ vom 18. September 2015.
Viel Spaß beim Ausprobieren und Spielen!
Der Artikel wurde ursprünglich bei „www.manfred-menke.de“ (am 24. November 2025) veröffentlicht.







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